DYNAMO
Kurzchoreographien - Block 2

  • Fr 07.12.18 14 Uhr – 15 Uhr

Eintritt frei

Öffentliche Kurzchoreographien - Block 2

›Chi und Riw oder ich und wir (10 min)
Choreographie von Sarah Schuhmacher

Regeln – alle brauchen sie und viele hassen sie. Warum ist das so? Neugierig erkunden die Kinder Raum und Zeit und stellen geltende Regeln auf den Kopf. ›Chi und Riw oder ich und wir ist ein kollektives Spiel, bei dem sich die Performer*innen immer wieder auf verschiedenen Ebenen begegnen und ihre eigenen Regeln dafür aufstellen.

Seit September 2018 proben die 8- bis 9-jährigen Schüler*innen einmal pro Woche in der Projektgruppe Tanz der Sternsinger Grundschule in Köln.

Das Tanzprojekt findet im Rahmen der Reihe 180° Drehung des nrw landesbuero tanz statt.

Mit: Ali, Anron, Asmin, Atiye, Bejan, Bryan, Eda, Ender, Istabraq, Jil, Leith, Luisa, Mariana, Mikel, Sarra, Suzana und Zeid

Gefördert durch: Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes NRW

›Fokus‹ (20 min, Ausschnitt)
Choreographie von Rafaële Giovanola in Zusammenarbeit mit Junior Company Bonn

Dein Blick begegnet dem der anderen, ihr kreiselt umeinander, bewegt euch gemeinsam, energetisch, ekstatisch. Du tanzt nicht allein, du tanzt dich in die Szene und sie tanzt mit dir. In der Mitte oder am Rand, ihr begegnet euch, denn ihr alle seid Publikum, ihr alle seid Akteure.

Inspiriert von der urbanen Tanzkultur und ihren „Battles“ entwickelt ›Fokus‹ ein gemeinschaftliches Ritual von Körpern im Dialog. Der Körper wird vornehmlich zum Medium von Selbsterfahrung und Kommunikation, die von der Interaktion zwischen den Akteur*innen geprägt wird.

Individuelle Besonderheit wird „real“, wenn Einzelne vor der Gruppe ihre Identität spielerisch entwerfen und in Szene setzen. Zu erkämpfen und zu gewinnen sind der Respekt und die Anerkennung der Gruppe. Soli, Duette, Trios, Quartette stellen einen sich permanent verschiebenden Fokus her – vom einzelnen Körper auf den kollektiven und umgekehrt.

Die Junior Company Bonn hat sich seit ihrer Gründung im Jahr 2012 zu einem Gestaltungsraum für bis zu vierzig Heranwachsende zwischen 8 und 18 Jahren entwickelt.

In der Zusammenarbeit mit professionellen Tänzer*innen von CocoonDance lernen sie, wie man künstlerisch arbeitet und selbst Choreografien entwickelt. Die Arbeiten der jungen Kompanie, laut Bonner General-Anzeiger ein „tänzerisches Experimentierlabor für Heranwachsende zwischen acht und 18 Jahren“ sind, wurden mehrfach ausgezeichnet.

Mit: Amand, Anna, Anna, Anna, Anouk, Carolin, Charlotte, Clara, Dimitry, Ella, Emilia, Favour, Jan Lukas, Jonas, Lola, Lucy, Luna, Mairin, Marco, Maris, Marja, Milon, Pauline, Pia und Thorben

Gefördert durch: Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen und der Bundesstadt Bonn

›NO. BORDERS.‹ (20 min)
Choreographie von Erika Pico

Was traue ich mir zu? Wie gut kenne ich meinen Körper und wie stark ist mein Wille? Die Schüler*innen des Grashof-Gymnasiums in Essen loten in dieser Choreografie ihre Grenzen aus – solche, die Respekt einflößen können, und solche, die gesprengt werden wollen. Seit September 2018 proben die Schüler*innen des Grashof-Gymnasiumsin Essen im Alter von 15 bis 16 Jahren einmal pro Woche zusammen.

Mit: Chiara, Johanna, Lena, Line, Lotta, Maret, Marla, Meike, Noemi und Paula

Gefördert durch: NRW Landesprogramm Kultur und Schule

 

›Labor-Werkschau‹ 
Choreographie der Labor-Gruppe in Zusammenarbeit mit Andreas Simon

Die Labor-Gruppe gibt einen Einblick in ihre gemeinsame Zeit bei der diesjährigen DYNAMO-Ausgabe. Vier Tage haben die Jugendlichen zum Verhältnis von Körperlichkeit und Rollenzuschreibungen recherchiert. In Begleitung des Tänzers und Choreografen Andreas Simon haben sie sich über Ideen zu Stückentwicklung ausgetauscht und sind Fragen zur Umsetzung von choreografischenKonzepten nachgegangen.

DYNAMO gibt Jugendlichen im Rahmen des Labors Raum und Zeit für gemeinsames Recherchieren und Experimentieren. Auf eine öffentliche Ausschreibung bewerben sich tanzinteressierte Jugendliche, die sich im Rahmen der jungen Tanzplattform begegnen.

›Was ich dir schon immer sagen wollte‹ (20 min, Ausschnitt)
Choreographie von Kama Frankl-Groß, Martina Gimplinger in Zusammenarbeit mit Jüngeres Ensample

›Was ich dir schon immer sagen wollte‹.. Das ist eine nicht ganz einfache Aussage, man weiß ja nicht immer sofort, was man eigentlich sagen möchte und vor allem nicht, wie man es sagen kann. Es wird so viel miteinander gesprochen, aber auch übereinander. Mit Kindern zwischen 7 und 12 Jahren entwickelten Martina Gimplinger und Kama Frankl-Groß ein Tanztheaterstück über das Sprechen. Sie haben große und kleine Reden der Menschheitsgeschichte angehört und darüber philosophiert, was es bedeutet „etwas zu sagen“. Daraus entstand ein Tanztheaterstück über junge Menschen mit vielen Fragen – an sich, an das Publikum und an die Zukunft von uns allen.

Die Gruppe Jüngeres Ensample wurde 2017 von der Herner Tanzkompanie Ensample initiiert. Gemeinsam werden sie über die nächsten Jahre kontinuierlich außerschulisch künstlerisch zusammenarbeiten. Ziel ist es, junge Menschen in Kontakt zu bringen, die im Alltag sonst nicht zusammenkommen würden. Sie sollen tänzerisch gefördert werden und eine Bühne für ihre Themen und Fragen bekommen. Die Kinder haben verschiedene soziale und kulturelle Hintergründe – was die Gruppe zu einem sehr intensiven Austausch über Weltanschauung, Vorurteile, Träume und Gedanken einlädt.

Mit: Alba, Diana, Jihad, Lena, Lene, Merve, Sapida und Yaren

Gefördert durch: Landesvereinigung kulturelle Jugendarbeit NRW, Landesarbeitsgemeinschaft Tanz NRW, Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen, Verfügungsfonds zur Integration von Neu-Zugewanderten der Stadt Herne, NWB Verlag und Kulturinitiative Herne

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