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Insights, Perspektiven,
Aktionen & Impulse

Tanzplattform in Deutschland 2018

Die Tanzplattform ist ein Versuchsfeld aktueller Strömungen in Choreographie, Tanz und Performance mit internationaler Strahlkraft. Die Edition 2018 zeigte 13 bemerkenswerte zeitgenössische Produktionen der vergangenen beiden Jahre, die mit substantieller Beteiligung deutscher Partner entstanden sind.

Interview with Robyn Doty und Frances Chiaverini about ›Whistle While You Work‹

We talked to Robyn Doty und Frances Chiaverini who initiated the project ›Whistle While You Work‹, a social justice project bringing awareness to sexism and abuses of power in the fields of dance and performance. (Interview in English)

Der Raum ist Co-Autor jeder Arbeit

Die Künstlerin und Regisseurin Claudia Bosse ist mit „the Last IDEAL PARADISE“ zur Tanzplattform 2018 eingeladen. Bloggerin Laura hat sich vorab mit ihr in Düsseldorf getroffen und über Räume, Arbeitsbedingungen und die Besonderheit des eingeladenen Werks gesprochen. Zwischen dem energischen Surren des Milchaufschäumers und Tassengeklapper in einer Eisdiele am Worringer Platz verriet Bosse an diesem Wintermorgen, welche Arbeitsphilosophien, Herangehensweisen und Träume sie hat.

Tanzplattform-Blog: „Diversität macht unsere Liste interessant“

Elisabeth Nehring ist Tanzkritikerin und Autorin und in diesem Jahr Mitglied der Jury der Tanzplattform. In den letzten 18 Monaten hat sie noch mal einen neuen Blick für die Tanzszene bekommen. Im Interview mit TPF-Bloggerin Patricia Knebel spricht sie über stressfreies Zuschauen, Freiheit der Kunst und ihre ganz persönliche „Perle“.

Alma Söderberg über ›Deep Etude‹ bei PACT Zollverein

In ›Deep Etude‹ untersucht die schwedische Choreographin und Sängerin Alma Söderberg Möglichkeiten der Verkörperung von Rhythmus. Sie widmet sich dabei im Speziellen der Polyrhythmik – einem Prinzip, das die Überlagerung verschiedener Rhythmen beschreibt. Dabei legt sie elektronische Klänge, Stimme und Tanz wie in einem mehrstimmigen Arrangement übereinander und lässt so eine komplexe Komposition entstehen, bei der die visuelle Wahrnehmung untrennbar mit der auditiven verbunden scheint. 

Tanzplattform-Blog: „Eigentlich hätte Rafaële Prima-Ballerina werden sollen”

Die Choreografin Rafaële Giovanola und der Dramaturg Rainald Endraß haben im Jahr 2000 das Ensemble CocoonDance gegründet. Mit ihrem Stück „MOMENTUM“ wurden sie zur Tanzplattform 2018 eingeladen. Vor ihrer Probe erzählten sie TPF-Bloggerin Patricia Knebel, wie ihr Leben auch hätte aussehen können, was CocoonDance zum Leben erweckt hat und warum sie Tanz mit bildender Kunst vergleichen.

Tanzplattform-Blog: Ohne Ego tanzt sich’s leichter

Vormittags saß TPF-Autorin Laura Biewald noch mit ihrem Team zusammen, um über Themen und Beiträge für das Blog zur Tanzplattform zu sprechen. Am Nachmittag wechselte sie nicht nur Raum und Kontext, sondern sogar ihre Identität. Sie probierte das sogenannte PACT Paket und nahm teil am Performance-Workshop mit Anja Müller.

Tanzplattform-Blog: Tanz braucht Austausch

Wie können wir über flüchtige Bühnenmomente berichten, über situatives Erleben und sinnliche Erfahrungen? Und über welche journalistischen Formen erreichen wir heute die digitale Öffentlichkeit? Sechs Nachwuchsautor*innen machen sich (nicht nur) darüber ihre Gedanken und begleiten die Tanzplattform 2018 schreibend, filmend und visualisierend.  Tanz braucht – wie jede andere Kunstform auch – den Austausch mit einem unabhängigen, offenen und kritischen Gegenüber. Also fragen die Blogger*innen nach, informieren, dokumentieren, kommentieren, experimentieren und treten so in einen Dialog, der den Tanz nicht ins Leere laufen lässt. 

1/2/8 - Forschungsresidenz Vorträge

Bilderstrecke: Vorträge im Rahmen der Forschungsresidenz ›1/2/8 – Demanding Responses‹. Tanzwissenschaftlerin und Journalistin Betina Panagiotara und der Soziologe Michael Guggenheim geben in zwei Vorträgen Einblicke in ihre Forschungsschwerpunkte: Panagiotaras Vortrag geht der Frage nach, inwiefern anhaltende Krisenzeiten in Athen einen Einfluss auf künstlerische Prozesse haben. Michael Guggenheim, der an der Londoner Goldsmiths Universität forscht und lehrt, stellt sein Projekt ›Organising Disaster: Civil Protection and the Population‹ vor, in dem er neue Katastrophenszenarien entstehen lässt und daraus Rückschlüsse auf Formen der Notversorgung zieht.