Walid Raad

Walid Raad ist Künstler und Dozent für Bildende Kunst am Cooper Union (New York). Zu seinen Arbeiten zählen ›The Atlas Group (1989-2004)‹, ›Scratching on Things I Could Disavow‹ und ›Sweet Talk: Commissions (Beirut)‹. Er veröffentlichte unter anderem die Bücher ›The Truth Will Be Known When The Last Witness Is Dead‹, ›My Neck Is Thinner Than A Hair‹, ›Let’s Be Honest‹ und ›The Weather Helped‹. Bei ›The Atlas Group (1989-2004)‹ konzentriert sich Raad auf Geschichten, Formen, Erfahrungen und Gesten, die aus den Kriegen der letzten Jahrzehnte im Libanon hervorgingen. In ›Scratching on Things I Could Disavow‹ beleuchtet er die jüngste Vergangenheit neuer Infrastrukturen für Bildende Kunst in der arabischen Welt. Betrachtet man diese Entwicklungen zusammen mit den geopolitischen, ökonomischen, sozialen und militärischen Konflikten, die die Region in den letzten Jahrzehnten auszehrten, ergibt sich ein reichhaltiger, dennoch widersprüchlicher Boden für kreative Arbeit. Die Kunstwerke und Geschichten, die Raad präsentiert, bestehen aus Begegnungen mit Personen, Institutionen, der Wirtschaft, Konzepten und Formen dieses kulturellen Nährbodens. Seine Arbeiten wurden weltweit gezeigt, etwa im Louvre (Paris), auf dem Kunstenfestivaldesarts (Brüssel), auf der Biennale in Venedig, im Hamburger Bahnhof (Berlin) oder bei Homeworks (Beirut). Raad wurde mit dem Hasselblad Award (2011), einem Guggenheim Stipendium (2009), dem Alpert Award in Visual Arts (2007), dem Deutsche Börse Photography Prize (2007) und dem Camera Austria Award (2005) ausgezeichnet.
Bisher bei PACT