Phia Ménard / Compagnie Non Nova

Phia Ménard begann ihren künstlerischen Werdegang als Zirkusartistin. Sie wurde in Jonglage, Tanz und Theaterkomposition ausgebildet. Seit der Gründung der Compagnie Non Nova 1998 konzentriert sich ihr Schaffen auf performative Arbeiten.  Ménard – geboren im Körper eines Mannes – entschied sich 2008 für eine Geschlechtsanpassung. Sie thematisierte darauf folgend diese Transformation auch in ihren Arbeiten, so entstanden im Laufe dieses Prozesses die Stücke ›I.C.E.‹ (2008) und ›P.P.P.‹ (2008), in denen sich Ménard mit natürlicher Materialität und der Verwandlung des Körpers auseinandersetzte. Im Rahmen des folgenden Werkzyklus ›The Wind Cycle‹ realisierte sie  außerdem die Arbeiten ›L’après-midi d’un foehn version 1‹ (2008), ›L’après-midi d’un foehn‹ (2011) und ›Vortex‹ (2011), welche sie international präsentierte. Im weiteren Verlauf entstanden ›Belle d’Hier‹ (2015), ›Les Os Noirs‹ (2016), ›Saison Sèche‹ (2018), sowie das Stück ›Et in Arcadia Ego‹ (2018) für die Opéra-Comique in Paris. Ihre Arbeit ›Comtes Immoraux - Partie 1 : Maison Mère‹ wurde 2017 auf der documenta 14 in Kassel uraufgeführt.

In ihren Stücken lässt Ménard den menschlichen Körper auf natürliche Elemente treffen, die sich im Zustand der Transformation befinden und setzt sich kritisch mit Zuschreibungen von Normativität und Anomalie auseinander. 2014 erhielt sie vom französischen Minister für Kultur und Kommunikation die Kunst- und Literaturauszeichnung ›Chevalier de l‘Ordre des Arts et des Lettres‹.

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