›Solid Skills‹
u.a. mit Beiträgen von Clarissa Akouala, Pascal Bovée, Lenio Kaklea, Katharina Pelosi, Barbara Raes und weiteren

  • Ausstellung / Archiv / Performances / Workshops
  • WerkStadt
  • Sa 04.05.19So 30.06.19

Eintritt frei

Öffnungszeiten:
DI, MI & SO 11 - 18 Uhr
DO, FR & SA 11 - 20 Uhr

Im Sommer 2019 wird die WerkStadt mit dem Projekt ›Solid Skills‹ zu einem Labor für Widerstandskraft und einem Resonanzraum für besondere Fähigkeiten. Wie gehen Menschen unterschiedlicher Herkunft und Altersstufen mit Herausforderungen um? Die eingeladenen Künstler*innen sammelten und sammeln Stimmen und Geschichten aus dem Stadtteil. Ihre Arbeiten erzählen von Möglichkeiten des Widerstands und individuellen emanzipatorischen Strategien, von Wandlungsprozessen und der Bewältigung des Alltäglichen bis hin zu existenziellen Notsituationen. In verschiedenen Medien wie Klang oder Stimme, Stoff und Textil oder literarischer Sprache entsteht ein lebendiges Archiv der Widerstandskraft, in dem die Künstler*innen die Arbeitsprozesse und Erzählungen hinter den Werken freilegen. ›Solid Skills‹ ist nicht als passive Ausstellungserfahrung konzipiert, sondern bildet vielmehr ein geteiltes Forum: Besucher*innen können sich selbst künstlerisches Werkzeug aneignen, dem Archiv eigene Objekte hinzufügen und so ihre Spuren in der Ausstellung hinterlassen. Das entstehende Archiv aus künstlerischen Arbeiten und Artefakten verknüpft sich als eine von mehreren ›Memory Stations‹ in einem NRW-weiten Netz, das von der Akademie der Künste der Welt initiiert wurde.

 

Rahmenprogramm ›SOLID SKILLS‹

SO 05.05. 17 – 20 Uhr
Grand Opening der Ausstellung ›Solid Skills‹ und des ›Archiv alltäglicher Widerstandsstrategien – Spuren der Besucher*innen und Bewohner*innen‹

 

Immer FR, SA, SO
›Archiv alltäglicher Widerstandsstrategien‹

Die Besucher*innen der WerkStadt werden für das ›Archiv alltäglicher Widerstandsstrategien‹ nach einem definierten Muster zu ihren alltäglichen Widerstandsstrategien befragt. Ihre Antworten und Geschichten werden selbst Teil eines dynamischen Archives.

 

Immer SA, 14 – 17 Uhr
Clarisse Akouala
›Symbolfabrik‹

Partizipative Arbeit

Clarisse Akouala (Essen) beschäftigt sich mit Symboliken und Proklamationen von Zugehörigkeit, Identität und Nationalität, von Widerstand und Subversion. Für die Laufzeit der Memory Station richtet sie in den Räumlichkeiten der WerkStadt eine ›Symbolfabrik‹ ein, die sich der Produktion von imaginären und selbst erstellten Fahnen widmen wird. Welche Symbole und Farben tragen die Fahnen unserer imaginierten Nationen? Und was bedeuten sie? Die Besucher*innen sind dazu eingeladen, mitzuwirken und ihre eigenen Entwürfe in das ›Archiv alltäglicher Widerstandsstrategien‹ einzuspeisen.

 

FR 17.05. 18 Uhr
›Practical Encyclopedia‹
Aperitivo und Artist Talk mit Annika Stadler


Die Künstlerin und Choreographin Lenio Kaklea (Paris) hat sich über einen Zeitraum von vier Monaten mit Körperpraktiken in Katernberg beschäftigt und diese zunächst in zahlreichen Interviews abgefragt, schriftlich dokumentiert und archiviert und dann gemeinsam mit der Autorin Annika Stadler (Berlin) in eine ›Praktische Encyclopädie‹ übersetzt.

 

FR 24.05 18 Uhr
›Dialogische Kunst. Kunstaktivistische Strategien urbaner Intervention, Partizipation und Vergemeinschaftung‹

Lecture von Prof. Dr. Birgit Mersmann
(Professorin für Neuere und Neueste Kunstgeschichte / Kunstwissenschaft, Institut für Kunst und Kunstwissenschaft, Universität Duisburg-Essen)

Birgit Mersmann diskutiert in ihrem Vortrag globalisierte Formen des sozialpolitischen Kunstaktivismus. Wie kann Kunst neue Wege zur sozialen und urbanen Teilhabe öffnen? Im Vortrag werden verschiedene künstlerische Positionen vorgestellt, darunter ›The Rwanda Healing Project‹ von Lily Yeh sowie ›Drifting Producers‹, ein Reurbanisierungsprojekt des Seouler Urban-Design-Kollektivs FlyingCity.


FR 07.06. 18 Uhr
›Polyphone Parolen – eine mobile Sammlung von Rückkopplungen aus Katernberg‹
Aperitivo und Artist Talk mit Katharina Pelosi

Polyphone Parolen – eine mobile Sammlung von Rückkopplungen aus Katernberg Polyphone Parolen Eine Parole ist ein Kennwort. Ein Slogan. Ein Motto. Eine Anfeuerung. Ein Wunsch. Ein Kick. Eine Ansage. Eine Aussage. Ein Trick. #Polyphone Parolen verstärken dich in der Stadt. #Polyphone Parolen machen aus deiner Stimme einen vielstimmigen Song. #Polyphone Parolen machen dich in der Stadt hörbar!

Im Gespräch mit Mädchen und Frauen aus dem Stadtteil sammelte Katharina Pelosi (Frankfurt / Hamburg) Aussagen und Gedanken zu alltäglichen Strategien des Widerstands. Die auf diese Weise zusammengetragenen Parolen handeln von Krisen und Kraft, Solidarität und Empowerment. Diese Aussagen werden von einem Chor verstärkt zu vielstimmigen Songs, die in Katernberg erklingen.

Katharina Pelosi ist an folgenden Terminen zur Recherche anwesend: 15.05., 16.05., 17.05.

›Polyphone Parolen‹ (Katharina Pelosi) ist in der WerkStadt ab dem 14.06. zu hören

Im Bergmannsdom am Katernberger Markt ist die Audioinstallation außerdem zu den folgenden Terminen zu erleben:

SA 15.06. 16-­18 UHR
SO 16.06. 12­-14 UHR

DO 20.06. 16­-18 UHR
FR 21.06. 16-­18 UHR
SA 22.06. 17­-19 UHR
SO 23.06. 13­-15 UHR
DO 27.06. 16-­18 UHR

FR 14.06. 16 – 18 Uhr
›Polyphone Parolen – eine mobile Sammlung von Rückkopplungen aus Katernberg‹ 
Kick-off in der WerkStadt und dem Bergmannsdom

Katharina Pelosi (Frankfurt / Hamburg) sammelte im Rahmen der Ausstellung ›solid skills‹ Aussagen und Gedanken zu Alltagspraxen, Erfahrungen und Widerständigkeiten von Frauen und Mädchen aus Katernberg. ›Polyphone Parole #6: ›Ich bin selbst die Stadt.‹ wurden in Zusammenarbeit mit einem Chor in vielstimmige Songs verwandelt. Sie handeln von Träumen und Krisen, von Sorgen und Zusammenhalt. Am 14.06. kommen die #PolyphonenParolen durch Aufkleber mit QR-Codes zurück in die Stadt; Anwohner*innen und Passant*innen können die Codes dann mit ihren Mobil-Telefonen scannen und weitertragen.

Von 16 bis 18 Uhr sind alle eingeladen, sich im Bergmannsdom und in den Straßen von Katernberg zu versammeln, den Erfahrungen der Frauen und Mädchen im Stadtteil zuzuhören und ihre Vielstimmigkeit zu verstärken.

Im Bergmannsdom am Katernberger Markt ist die Audioinstallation außerdem zu den folgenden Terminen zu erleben:

SA 15.06. 16-­18 UHR
SO 16.06. 12­-14 UHR

DO 20.06. 16­-18 UHR
FR 21.06. 16-­18 UHR
SA 22.06. 17­-19 UHR
SO 23.06. 13­-15 UHR
DO 27.06. 16-­18 UHR

SA 22.06. 18 Uhr
›Schreibwerkstatt Katernberg‹

Abschlusslesung mit Pascal Bovée und den beteiligten Jugendlichen

Im Rahmen der ›Memory Station‹ hat der Schriftsteller Pascal Bovée (Essen) eine ›Schreibwerkstatt‹ für Jugendliche aus dem Stadtteil angeboten. Von der WerkStadt aus wurde über den Projektzeitraum in Schreibausflügen der Essener Norden erkundet. Auf dieser Grundlage verfassten die Teilnehmer*innen Texte über Außergewöhnliches und Alltägliches, über Eigenes und Fremdes, über Objekte, Orte und Menschen. In einer Abschlusslesung präsentieren sie nun die entstandenen Texte.

 

DO 27.06. 18 Uhr
›Beyond the spoken‹
Aperitivo und Lecture mit Barbara Raes

Vortrag in englischer Sprache, deutsche Übersetzung

Barbara Raes setzt sich in ihrer künstlerischen Praxis mit Ritualen, Trauerarbeit und Resilienz auseinander. Wie kann Bewältigung von Verlust abseits religiöser Rituale geschehen? Mit dem Projekt ›Beyond The Spoken‹ arbeitet Raes an einer neuen rituellen Praxis und eröffnet mentale und physische Räume, um Verlust zu bewältigen.

 

FR 28.06. 18 Uhr
›Archive von unten‹
Aperitivo und Diskussion zu alternativen archivarischen Praktiken mit dem Archiv für alternatives Schrifttum (Afas Duisburg)

Im Rahmen der ›Memory Station‹ stellt das Archiv für alternatives Schrifttum Duisburg (Afas), das dem Verbund der ›Archive von unten‹ angehört, seine Arbeit und seine Grundideen vor. Aus den Beständen werden Dokumente der Bewegungsliteratur aus unter anderem alternativen, linken, ökologischen, undogmatischen, internationalistischen, feministischen, friedensbewegten Milieus und Publikationen zu Strategien des alltäglichen Widerstands gezeigt und diese in Bezug zum in der WerkStadt entstandenen ›Archiv alltäglicher Widerstandsstrategien‹ gesetzt.

 

 

Kontakt: Benjamin Melzer
Email: werkstadt@pact-zollverein.de
Fon: +49 (0)171.976 6389
WerkStadt Viktoriastr. 5 45327 Essen

Kontakt: Caroline Wolter
Email: caroline.wolter@pact-zollverein.de
Fon: +49 (0)201.289 47 23

 

›Solid Skills‹ ist Teil des Projektes ›Memory Stations‹ der Akademie der Künste der Welt / Köln und des Ausstellungsprojektes ›Ruhr Ding: Territorien‹ von Urbane Künste Ruhr.

Ein Projekt im Rahmen des Bündnisses internationaler Produktionshäuser, gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien

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