›Kurt-Jooss-Preis‹
Preisverleihung und Präsentationen der nominierten Künstler*innen

  • Sa 01.06.19 20 Uhr

VVK 12 € / erm. 7 €
AK 15 € / erm. 9 €
inkl. VRR-Ticket

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2001 wurde anlässlich des 100. Geburtstags von Kurt Jooss Schöpfer des Antikriegs-Tanzdramas ›Der Grüne Tisch‹, Mitbegründer der Folkwang Hochschule und Gründer des Folkwang Tanzstudios – ein Förderpreis ins Leben gerufen. Die mit 10.000 Euro dotierte Auszeichnung wird von der Stiftung Anna und Hermann Markard und der Stadt Essen international ausgeschrieben und alle drei Jahre verliehen. Bewerber*innen unterliegen keiner Altersbeschränkung oder stilistischen Vorgabe. Die Auszeichnung richtet sich an Choreograph*innen, die bereits professionell arbeiten, aber noch nicht arriviert sind.

Ausgewählt wurden die Preisträger*innen von einer internationalen Jury, der in diesem Jahr Muchtar Al Ghusain (Kulturdezernent der Stadt Essen), Adolphe Binder (Intendantin und Dramaturgin), Lucie Conrad (Produzentin), Nils Christe (Choreograph), Reinhild Hoffmann (Choreographin), Martin Schläpfer (Ballettdirektor und Chefchoreograph, Ballett am Rhein) sowie Dr. Patricia Stöckemann (Tanzdramaturgin, Theater Osnabrück) angehören.

 

Nominiert für den Kurt-Jooss-Preis 2019 sind: 

Kai Strathmann ›Regnet es?‹

Die Komplexität einer alltäglichen Bewegung sollte ausreichen, um uns mit Hilfe von Zeitlupe den Blick auf Details zu ermöglichen, die eine Grundlage für die Interaktion diverser Impulse bieten. Dem Sekundenzeiger auf die Füße treten – denn was ist schon Zeit? 

Tänzer*innen: Chih-I Wu, Chilh Ming Yu, Ying Yun Chen, Uwe Brauns, Nejma Narici, Simon Wolant, Maria Giovanna Delle Donne, Murat Alkan

Emma Evelein ›Wolves‹

In Emma Eveleins Arbeit ›wolves‹ stehen die Wölfe für eine Verkörperung unserer elementaren Lebenserfahrungen. Durch jede Erfahrung wird ein Wolf geboren, der uns fortan als Gefährt*innen durch das Leben begleitet. Wie von einer Aura können Personen von ihren Wölfen umgeben sein. Die Choreographie beleuchtet in zwei Teilen zum einen die sichtbaren Erfahrungen, Interessen und Entscheidungen und zum anderen die inneren Konflikte und Debatten, die wir mit unseren Wölfen teilen. Am Ende haben wir nur unser wahres Selbst, schließlich sind unsere Wölfe fähig zu töten oder zu lieben.

Tänzer*innen: Xanthe van Opstal, Matthew Decuyper, Michal Strugarek, Sara Europaeus, Lucien Denny, Ido Gidron, Polly Mirovskaya, Dale Ratcliff

Chun Zhang ›Being far away from‹

Das Paradoxon bildete das Leitmotiv der Recherchen von Chun Zhang. Obsession, Polarität und die Bewegung zwischen Polaritäten sind die Grundlage des Bewegungsvokabulars der Tänzer*innen. Als »Grammatischen Kompostion« bezeichnet Chun Zhang ihren ‘cleanen’ und minimalistischen choreographischen Stil, im dem sie narrative und emotionale Bewegungen in repetitive Sequenzen unterteilt und die Organisation von Raum und Zeit thematisiert. Sie befragt dabei die Obsessivität, mit der sich Menschen vorgegebenen Ordnungsystemen anpassen. So zeigt sich für Chun Zhang in dieser Obsession die Schönheit des Paradoxon und das Paradoxon der Schönheit.

Tänzer*innen:  Chih-I Wu, Chilh Ming Yu, Ying Yun Chen, Uwe Brauns, Nejma Narici, Simon Wolant, Maria Giovanna Delle Donne, Mariane Verbecq

 

Preisträger*innen der Jahre 2001 - 2016 (chronologisch): 

Samir Akika, Annelise Soglio, Torsten Konrad, Renate Graziadei, Arthur Stäldi, Johannes Wieland, Nicola Mascia, Matan Zamir, Arkadi Zaides, Wu Kang Chen, Su Wei Chia, Maura Morales, Oscar Buthelezi

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