Louise Bédard

... lebt und arbeitet in Montreal. Inspiriert durch Tiefe und Komplexität zwischenmenschlicher Beziehungen sowie durch Schönheit und Fragilität von Einzelnen, zeichnet sich ihre Arbeit durch ein sehr poetisches und dichtes Bewegungsvokabular aus. 1996 erhielt sie den Prix d'Auteur des 5. Rencontre chorégraphiques internationales de Seine-Saint-Denis (Bagnolet, France) für ihr Gruppenstück "Dans les fougères foulées du regard" und 1997 für das gleiche Stück sowie für ihr Solo "Cartes postales de Chimère" (1996) den Chalmers National Dance Preis in Kanada. Letzterer ist die höchste Anerkennung in der Sparte Tanz, die ein Künstler in Kanada erhalten kann. Seit der Gründung ihrer Kompanie 1990 tourt sie regelmäßig in Kanada, den USA und Europa, wo sie vor allem mit dem Triptychon "Les métamorphoses clandestines" (1991), "Vierge Noire" (1993) und "Dans les fougères foulées du regard" (1996) sowie mit dem Duett "À l'ombre" (1989) und den Soli "Braise Blanche" (1990) und "Cartes postales de Chimère" (1996) sowie mit ihrem Gruppenstück "URBANIA BOX, je n'imagine rien" (1999) bei ihrem Publikum große Erfolge feierte. Das Duett "Te souvient-il?" ist in Zusammenarbeit mit Sylvain Émard Danse entstanden. Diese gemeinsam choreographierte und getanzte Produktion wurde im März 2000 am Théâtre La Chapelle in Montreal uraufgeführt und im gleichen Jahr auf dem Canada Dance Festival in Ottawa präsentiert. Während ihrer Residenz im April 2000 am Centre culturel Aragon in Tremblay-en-France, Frankreich, entstand ihre Arbeit "Elles", welche sie gemeinsam mit der Tänzerin Sophie Corriveau dann über den Zeitraum verschiedener Residenzen in Centennial Theatre, in Lennoxville, Quebec und in Hermosillo, Mexico, erarbeitete und am Théâtre La Chapelle in Montreal im November 2002 uraufführte. In 2003 entwickelte sie ihre jüngste Solo-Choreographie "La femme ovale".