Frans Poelstra / Robert Steijn

Frans Poelstra (NL) Der Niederländer Frans Poelstra begann seine Karriere als Performer 1984 in der in Italien ansässigen Tanz- und Theatergruppe O unter der Leitung von Katie Duck. Er trat in zahlreichen Tanz- und Musikimprovisationsprojekten auf und arbeitete mit KünstlerInnen zusammen wie Steve Paxton, Mark Tompkins, Sasha Waltz, Benoit Lachambre, David Zambrano u.a... Heute arbeitet Poelstra von Amsterdam aus in den Bereichen Tanz, Drama, Musik, Improvisation und Performance und ist als Lehrer für Improvisation sehr anerkannt. ODER: Als Kind schaute Frans Poelstra häufiger ins Wasser der Amsterdamer Kanäle als dass er zur Schule ging. Bis heute hat er keinen anerkannten Abschluss aber er hat sich seine Träume bewahrt. Als sein Traum Jimi Hendrix ganz nahe zu kommen nicht in Erfüllung ging, weil er zu wenig Talent fürs Gitarrenspiel hatte, entschloss er sich im Theater zu arbeiten, weil das der Ort des professionellen Träumens ist, zunächst als Techniker, später als Darsteller. Das Darstellen auf der Bühne gibt ihm die Möglichkeit sich offen zu halten, um zu denken, zu hören und zu träumen, ohne Rücksicht auf Form, Struktur oder Interpretation. Als Darsteller möchte er durch alle möglichen virtuellen Realitäten der Gedanken und Assoziationen tanzen.

Er entdeckte in der gemeinschaftlichen Bühneimprovisation "Tarzan", dass Robert Steijn ihn dazu anregt offen, aufmerksam und vertrauensvoll zu sein. Robert Steijn (NL) Robert Steijn studierte slawische Sprachen, Tanz und Theaterwissenschaften in Utrecht. Er begann als Tanzkritiker bei der lokalen Tageszeitung Het Utrechst Nieuwsblad und wurde Herausgeber des holländischen Theatermagazins Toneel Theatraal, er arbeitete als Kurator und Dramaturg beim NEStheatres,, zwei kleinen Theatern in Amsterdam von 1992 bis 1999. Als Dramaturg arbeitete er mit den Choreografen, Gonnie Heggen, Desiree Delauney, Katrine Brown, er übersetzte einige Stücke von Tschechow für die holländische Bühnen und trat selbst auf in der Theaterkompanie Love & Orgasm Amsterdam. Für das Festival a/d Werf entwickelte er eine Installationstrilogie mit Gefangenen und älteren Menschen und Nutzern eines öffentlichen Parks zwischen 1992 und 1998. Mit Jacquine van Elsberg entwickelte er Performances in Galerien. Mit Katie Duck organisierte er einige Improvisationsfestivals für Tanz, Musik und neue Technologien, für NEStheatres. Er arbeitete bei der Waag Society für alte und neue Medien und startete zusammen mit Sher Doruff, eine Forschungseinheit, die sie Sensing Presence nannten.

Zur Zeit organisiert er life-theatre rituals mit Lidy Six. Seine letzten Stücke waren "Facing the invisible", ein Solo mit live übertragener Videoprojektion und "Tarzan" zusammen mit Frans Poelstra, Gonnie Heggen, Steve Heather und Jacquine van Elsberg. Mit Frans Poelstra entwickelte er "Frans Poelstra, his Dramaturg and Bach", das bei Impulstanz 2004 in Wien Premiere hatte. ODER: Als Kind hat Robert Steijn mehr mit Puppen als mit Autos gespielt. Bis heute hat er keine Fahrerlaubnis, dafür hatte er bisher zahlreiche Freundinnen. Sein Traum ein Tänzer zu werden blieb ihm verwehrt weil er zu unsportlich war, daher entschied er sich Tanzwissenschaften zu studieren, um Tanzdramaturg zu werden. So wurde er der erste Tanzdramaturg der Niederlande. Die Dramaturgie gibt ihm die Möglichkeit sich offen zu halten, zu denken, zu hören und zu träumen, ohne Rücksicht auf Form, Struktur oder Interpretation zu nehmen. Als Dramaturg möchte er durch alle möglichen virtuellen Realitäten der Gedanken und Assoziationen tanzen. Er entdeckte in der gemeinschaftlichen Bühneimprovisation "Tarzan", dass Frans Poelstra ihn dazu anregt, ernsthaft, präzise und nihilistisch zu sein.

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