Reinhild Hoffmann

... wurde am 1. 11. 1943 in Sorau /Schlesien geboren. Nach ihrem Studium des Bühnentanzes und der Tanzpädagogik an der Folkwang-Hochschule Essen unter der Leitung von Kurt Jooss, erhielt sie ein Engagement als Tänzerin am Theater der Freien Hansestadt Bremen unter der choreographischen Leitung von Johann Kresnik. 1974 folgten erste eigene choreographische Arbeiten, 1975 bis 1977 war sie zusammen mit Susanne Linke Leiterin des Folkwang Tanzstudios. Ein Stipendium des nordrheinwestfälischen Kultusministeriums ermöglichte Hoffmann einen zehnmonatigen Aufenthalt in New York. 1978 bis 1986 war sie Leiterin des "Bremer Tanztheaters" ( bis 1981 zusammen mit Gerhard Bohner); 1986 wechselt das "Tanztheater Reinhild Hoffmann" an das Schauspielhaus Bochum (bis 1995). Ihre am Bremer und Bochumer Theater erarbeiteten Stücke wurden auf vielen internationalen Gastspielen gezeigt; vier Stücke wurden für das Theatertreffen in Berlin ausgewählt. Reinhild Hoffmann erhielt zahlreiche Auszeichnungen; u.a. 1983 den Kritikerpreis, 1992 das Bundesverdienstkreuz Erster Klasse, 1997 wurde sie als Mitglied in die Akademie der Künste gewählt.

Seit 1995 arbeitet Reinhild Hoffmann freischaffend als Choreographin, Tänzerin und Regisseurin und erhielt Einladungen als Gastprofessorin. Der Schwerpunkt ihrer Arbeit hat sich auf Oper und zeitgenössisches Musiktheater verlagert. Sie inszenierte u. a. " Tagebuch eines Verschollenen" (Leo Janacek) und "Pierrot Lunaire" (Arnold Schönberg) (Oper Frankfurt); mit der MusikFabrik - Landesensemble NRW die Uraufführung "(N)(a)(c)(h)(t)" (Friedrich Schenker) für die Wittener Tage für Neue Musik und "John Cage Montage"; "Die tödliche Blume" (Salvatore Sciarrino) (Schweizer Erstaufführung); "Kafka-Fragmente" von György Kurtág als szenische Erstaufführung bei den Internationalen Musikfestwochen mit dem Theater Luzern sowie Mozarts "Idomeneo" (zusammen mit Johannes Schütz), "Don Giovanni" und "Betulia Liberata".

Bisher bei PACT