Shifting Grounds

mit Mascha Fehse, Sergiu Matis, Daniel Kötter, Marlene Helling & mehr

Termine:

Wichtige Barrierehinweise: Einige Programmpunkte sowie Teile einzelner Veranstaltungen, die im Außenbereich auf dem Gelände der Zeche Zollverein stattfinden, sind nicht barrierefrei zugänglich. Weitere Details finden Sie auf den jeweiligen Veranstaltungsseiten. Bei Fragen wenden Sie sich gerne an: +49 201 289 47 00 oder an info@pact-zollverein.de

The photo shows a densely overgrown tropical forest. A path can be seen in the center of the picture. Walking along the path is a person whose silhouette can only be seen from behind and who is carrying a large, bulging sack on their back.

1 / 3 Filmstill: Daniel Kötter

Transdisziplinäres Sommerfestival auf der Halde & bei PACT

Die Halde als Experimentierfeld zwischen Extraktion und Regeneration

Die aufgeschüttete Halde auf dem Gelände der Zeche Zollverein, eine der markantesten Hinterlassenschaften der Bergbaugeschichte, ist heute eine stetig wachsende Naturlandschaft. Als Spielstätte und Zentrum des Festivals ›Shifting Grounds‹ wird die Halde zum Zukunftslabor, Ort für Austausch, Teilhabe und zum Möglichkeitsraum vielfältiger Regeneration. Das Sommerfestival widmet sich nachhaltigen sozialen Praktiken und neuen Narrativen nach dem Kohleabbau. Wie kann die Halde als ambivalenter Verhandlungsraum zwischen Industrieromantik, Schwermetallbelastung und Naherholungsgebiet den Blick auf Ausbeutung und Zusammenleben verändern? Wie lassen sich hier andere Zukünfte imaginieren?

Im Rahmen von ›Shifting Grounds‹ entstehen Diskussionen beim gemeinsamen Picknick, finden botanische Touren statt und werden Performances vor Ort und auf der Bühne von PACT gezeigt. Die eingeladenen künstlerischen Arbeiten von Mascha Fehse, Sergiu Matis, Daniel Kötter und Marlene Helling werden dabei eigens für die Halde entwickelt, adaptiert oder erweitert.

Ein Projekt im Rahmen des Bündnisses internationaler Produktionshäuser, gefördert durch den Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien & Kunststiftung NRW.

Programm

Donnerstag

19: 00 Uhr
Eröffnung
Umgeschichtet: Transformationen in Leben und Landschaften – Ein Abend mit Gesprächen auf der Halde Zollverein
Begegnung
Halde

Freitag

18:30 - 21:30 Uhr
Daniel Kötter ›Pembalakan‹
Performance
Halde

21:30 - 22:30 Uhr
Marlene Helling ›POOLS‹
Performance
Zollverein-Gelände

ab 22:30 Uhr
Musik (DJ-Set von ISOKEN) und Ausklang
bei PACT

Samstag

15:00 - 16:30 Uhr
Spaziergang durch den Industriewald
Mit Oliver Balke, Förster Wald und Holz NRW

16:30 - 18:00 Uhr
Tonio Flores ›anti-commodities and othered ecologies‹
Lecture / Workshop
Halde

18:30 - 20:45 Uhr
Sergiu Matis ›Earth Works‹
Performance / Tanz
Halde / Große Bühne

20:00 - 23:00 Uhr
Daniel Kötter ›Pembalakan‹
Performance
Halde

ab 21:30 Uhr
Ausklang & Gespräch
Halde / Recreational Successions

Sonntag

16:00 - ca. 17:45 Uhr
Chewing on the crumbs of extraction - A metabolic journey
Mit Anna Lowenhaupt Tsing, Iazmin Al-Qaisi, Maria Cecília Rocha and Carlina Rossée
Performance / Lecture
PACT Foyer

18:00 - 20:15 Uhr
Sergiu Matis ›Earth Works‹
Performance / Tanz
Halde / Große Bühne

Durchgehend:
Mascha Fehse ›Recreational Successions‹
Wandernde Rauminstallation

Tickets & Infos

The photo shows three performers on a stage, with two of them only partially visible and out of focus in the foreground. At the center of the image and in sharp focus, one dancer looks directly into the camera, arms extended to the sides. The background is bright, creating a strong contrast that makes the performers stand out clearly.

© Jubal Battisti

Sergiu Matis ›Earth Works‹

Die neue Performance des Choreographen Sergiu Matis besteht aus Texten von Autor:innen aus aller Welt, die ihre persönlichen Erfahrungen mit unserer existenziell bedrohten Umwelt beschreiben. Diese für ›Earth Works‹ in Auftrag gegebenen Reflexionen werden von fünf Performer:innen rezitiert, übersetzt und interpretiert.

The photo shows a cleared slope, smoke rising from the dark forest floor. Several people are piling up earth with shovels to contain the embers.

Filmstill: Daniel Kötter

Daniel Kötter ›Pembalakan‹

Vertraute Landschaften haben sich in Fragezeichen verwandelt. Die Bäume sind gefällt, ganze Wälder gerodet worden. Und jetzt? Wie geht es weiter, wo nichts mehr wächst? Eine Frage, die sich an vielen Orten auf der Welt stellt. Das Projekt ›Pembalakan‹ des Dokumentarfilmers und Theaterregisseurs Daniel Kötter ist eine Adaption des Theaterstücks ›Roden‹ und unternimmt eine Topographie dieses Verlustes.

The photograph shows a person lying on a dark stage. Behind her, a video projection shows the sea, in good weather, with people swimming in it.

© Nemo Witte

Marlene Helling ›POOLS‹

Die Videoperformance POOLS porträtiert drei touristisch genutzte Abbaugebiete. Der Tagebau Hambach, das Tote Meer und das Lausitzer Braunkohlerevier sind die Protagonisten dieser Arbeit. Durch Reiseberichte und ein davon inspiriertes Bewegungsrepertoire erzählt Marlene Helling von ihren Begegnungen mit diesen Orten.

Eine Person in der Bildmitte steht in einer grünen, leicht hügeligen Landschaft, welche von mittelhohen bewachsen ist. Die Sonne scheint, der Himmel ist blau, wobei ein leichter Dunst und ein paar Wolken zu sehen sind.

© Tonio Flores

Tonio Flores ›anti-commodities and othered ecologies‹

Nach einem Spaziergang über die Halde untersucht diese Veranstaltung die nach wie vor bestehenden extraktiven Logiken auf den Philippinen. Dort haben sich feudale Strukturen aus der spanischen und amerikanischen Kolonialzeit in Form von Großgrundbesitz, Haziendas und Monokulturen bis heute erhalten. Anhand einiger gängiger Lebensmittel, die auf den lokalen Märkten zu finden sind, werden diese Spekulationen über „vermeintlich fremde“ Ökologien erzählt.

Drei Aufnahmen von grünen Wegen, die zu einem einzigen Foto zusammengefügt wurden. In jeder dieser drei Aufnahmen sind drei weiße Installationen zu sehen.

© Mascha Fehse

Mascha Fehse ›Recreational Successions‹

Für ›Shifting Grounds‹ entwirft die Künstlerin Mascha Fehse, die bereits mehrmals zu Gast bei PACT war, ›Recreational Successions‹ – eine wandernde Rauminstallation aus modularen Elementen, die dem Publikum als temporärer Treffpunkt, Schattenspender und Unterstand dient.

Mehrere Personen stehen zwischen Birkenbäumen auf der Halde der Zeche Zollverein.

© Dirk Rose

Spaziergang durch den Industriewald

Das Ruhrgebiet steht heute nicht mehr für die klassische Schwerindustrie sondern für den Wandel. Rauchende Zechen, Kokereien und Hochöfen sind größtenteils verschwunden, nach ihrer Stilllegung entstanden tausende Hektare Industriebrachen. Der Mensch hat diese Landschaften tiefgreifend und nachwirkend verändert. Oft gibt es keinen natürlich gewachsenen Boden mehr, stattdessen Haldengestein, Schutt oder Gleisschotter.

Photo of the Zollverein colliery with a focus on the adjacent slagheap and green spaces.

Chewing on the crumbs of extraction - A metabolic journey

Am letzten Nachmittag des Festivals ›Shifting Grounds‹ treten wir im Rahmen des experimentellen Gesprächsformats ›Chewing on the crumbs of extraction - A metabolic journey‹ in einen Dialog mit der Halde - als einer toxischen Hinterlassenschaft vergangener Bergbau-Aktivitäten und ökologischen Nische.

Durch Gespräche und künstlerische Interventionen - Soundeinspielungen von der Halde, biographisches Erzählen und gemeinsames Kauen - wird das Foyer bei PACT Zollverein zum Möglichkeitsraum.

Weitere Veranstaltungen

15–18 Uhr
15–18 Uhr
15–18 Uhr
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Eintritt frei