BERLIN
Zvizdal [Chernobyl – So far so close]

  • Mi. 22.06.22 20:30 Uhr

Ukrainisch mit deutschen und englischen Untertiteln

19.30 Uhr im Foyer:
›STATE OF THE PRESENT‹ Impulsvortrag zur aktuellen Lage vor Ort — 6 Jahre nach der Produktion von ›Zvizdal‹

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1986 – nach der Nuklearkatastophe in Tschernobyl werden 90 Städte und Dörfer rund um Pripjat evakuiert. Die Einwohner:innen verlassen ihre Häuser – und kehren nie mehr zurück. ›Zvizdal‹ ist ein filmisches Porträt von zwei Menschen, die in einer Geisterstadt leben. Das Duo BERLIN, bestehend aus Bart Baele und Yves Degryse, inszeniert ihre Geschichte als eine Doku-Performance. Pétro und Nadia haben nur einander – und führen im Zustand der absoluten Isolation ein scheinbar ungestörtes Leben. Und doch, wenn einmal im Jahr – an Allerseelen – eine Karawane von Autos auf der Hauptstraße vorbeifährt, freuen sie sich. Die soziale Sehnsucht ist nie ganz abgeklungen. BERLIN begleitet Pétro und Nadia von 2011 bis 2016 und versucht, die Entwicklung ihrer Geschichte über die Jahre hinweg zu erzählen. Wie erträgt man die jahrelange Abgeschiedenheit, abgeschnitten nicht nur von menschlichen Kontakten, sondern auch von Strom, Wasser und jeder Form von modernem Komfort? Jenseits jedes Voyeurismus‘ ist ›Zvizdal‹ ein intensives Portrait über Einsamkeit, Überleben und über die Liebe zweier alter Menschen inmitten von wilden Wäldern und der farblosen, geruchlosen und doch allgegenwärtigen Strahlung.

Vor der Vorstellung findet um 19.30 Uhr im Foyer der Impulsvortrag STATE OF THE PRESENT von Dr. Oksana Huss zur aktuellen Lage vor Ort — 6 Jahre nach der Produktion von ›Zvizdal‹ statt.

Mit: Nadia & Pétro Opanassovitch Lubenoc, Konzept: Bart Baele, Yves Degryse, Cathy Blisson, Interviews: Yves Degryse, Cathy Blisson, Fotografie und Bearbeitung: Bart Baele, Geert De, Vleesschauwer, Scenographie: Manu Siebens, Ina Peeters, BERLIN, Soundaufnahmen: Toon Meuris, Bas de Caluwé, Manu Siebens, Karel Verstreken, Interpretin: Olga Mitronina, Soundtrack: Peter Van Laerhoven, Set-Aufbau: Manu Siebens, Klaartje Vermeulen, Dirk Stevens, Kasper Siebens, Modell: Ina Peeters mit der Hilfe von Puck Vonk, Rosa Fens, Thomas Dreezen, Mechanik: Joris Festjens, Dirk Lauwers, Grafik: Jelle Verryckt, Kommunikation & Produktion: Laura Fierens, Betriebsführung: Kurt Lannoye, Unterstützung der Verwaltung: Jane Seynaeve

Eine Koproduktion von: Het Zuidelijk Toneel [Tilburg, NL], PACT Zollverein [Essen, DE], Dublin Theatre Festival [IE], CENTQUATRE [Paris, FR], Brighton Festival [UK], BIT Teatergarasjen - House On Fire  [Bergen, NO], Kunstenfestivaldesarts [Brussels, BE], Künstlerhaus Mousonturm Frankfurt am Main [DE], Theaterfestival Boulevard [Den Bosch, NL], Onassis Cultural Centre [Athens, GR] - In collaboration with deSingel [Antwerp, BE] - With support of the Flemish Government - BERLIN is associated artist to le CENTQUATRE [Paris, FR]

Besonderer Dank gilt: Wim Bervoets, Brice Maire, Lux Lumen, Els De Bodt, Pascal Rueff, Morgan Touzé, Christophe Ruetsch, Isabelle Grynberg, Nadine Malfait, Natalie Schrauwen, Katleen Treier, Piet Menu, Anthe & Ama Oda Baele, Remi & Ilias Degryse

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