• Fr. 05.03.21 20 Uhr
  • Sa. 06.03.21Fr. 12.03.21

Eintritt frei

Stream: 05.03., 20 Uhr
Video on Demand: 6. - 12.03.

In englischer Sprache

»These networks of relationships, peculiarly intimate, go far beyond mere use. Instead, they show that choreography is not exclusively a matter of human bodies moving in space: dependence and vulnerability are embedded in every type of body, human and non-human.« Sarah Reva Mohr, passe-avant, 17.02.20

Geumhyung Jeong schafft performative Assemblagen, in denen ihr Körper auf selbstgebaute Roboterskulpturen trifft. In ihrem neuen Stück interagiert die südkoreanische Choreografin mit Maschinen, die bereits über mehrere Performances hinweg ihre Wegbegleiter sind.

Die ‚Spielzeugroboter‘ sind von entwaffnendem amateurhaften Charme. Sie bestehen aus Bauelementen, die von medizinischen oder technischen Spezialwebsites stammen, und die Jeong für neue Zwecke nach dem DIY-Prinzip und nach Grundelementen der Programmierung umfunktioniert. Der Aktionsradius der Maschinen ist beschränkt. Ihre Bewegungen sind unbeholfen. 

Die Beziehung von Jeong zu den Robotern ist von dem ständigen Wechsel des ‚Trial & Error‘ geprägt. Durch neue Elemente und Kniffe versucht sie ihnen ein Upgrade zu geben. Doch nicht immer verlaufen diese Testläufe nach Plan. Für die Künstlerin ist deshalb das aktuelle Veranstaltungsverbot ein willkommener Vorwand, um ihre Roboter nicht öffentlich unter Beweis zu stellen und so gefürchtete Fehler vor Publikum zu vermeiden. Statt zu einem erfolgreichen Live-Test lädt Jeong das Publikum ein, ›TEST RUN‹ online zu folgen und teilt mit ihnen ihre Geschichte des Scheiterns und Irrens, die sie nach Frankfurt und nun nach Essen gebracht hat. Die in Frankfurt erstmals präsentierte Arbeit wird im Rahmen einer zweiten Probenphase von Geumhyung Jeong in Essen weiterentwickelt und erneut als Online-Performance gezeigt.

Dabei entwickelt sich ein vielschichtig-absurdes Narrativ, in dessen Mittelpunkt nicht dystopische Visionen oder technoide Fantasien stehen, sondern intime Begegnungen, die die Fragen nach dem Verhältnis von Mensch und Maschine stellen: Wie gestalten wir den Beginn einer technologisch geprägten Zukunft, wer ist hier führend, wer ist das Auslaufmodell?

Konzept & Performance: Geumhyung Jeong Filmaufnahmen (Frankfurt): Ayla Pierrot Arendt Editing: Geumhyung Jeong Produktionsmanagement: partner in crime 

Produktion: Künstlerhaus Mousonturm (Frankfurt) Koproduktion: PACT Zollverein (Essen)

Ein Werkauftrag im Rahmen des Festivals Frankfurter Positionen 2021, eine Initiative der BHF-Bank Stiftung.

Gefördert im Rahmen des Bündnisses internationaler Produktionshäuser und unterstützt durch das NATIONALE PERFORMANCE NETZ Koproduktionsförderung Tanz, gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien
 

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