Eva Meyer-Keller über ›Some Significance‹ bei PACT Zollverein

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Interview

Sie hat Kirschen auf alle nur erdenklichen Arten zu Tode kommen lassen, Naturkatastrophen nachgekocht oder Gebrauchsgegenstände des Theaterbetriebs zum Tanzen gebracht: Immer wieder lässt Eva Meyer-Keller in ihren international gezeigten Arbeiten Strukturen und Phänomene der Natur oder des Alltags auf choreographische Anordnungen treffen.

In ihrer neuen Produktion sind es nun wissenschaftliche Modelle der Mathematik und Naturwissenschaft, die sie sich als Sujets oder regelrechte Partituren zu Eigen macht und mit Hilfe von Gebrauchsgegenständen gemeinsam mit drei weiteren Performerinnen als raumgreifende, bewegte Bühnenchoreographien in Szene setzt. Modelle als eine Methode, die Wirklichkeit gleichermaßen zu vereinfachen wie zu abstrahieren – wie etwa in der Figur der Doppelhelix menschlicher DNA – werden durch die Einfachheit der Umsetzung in ihrer Komplexität herausgefordert.

›Some Significance‹ ist ein choreographisches Spiel mit den eingeschriebenen Bedeutungen von ›einfachen‹ Gegenständen und den kom­plexen Systemen, die wir erfinden, um die Welt, die uns umgibt, besser zu verstehen.

24. & 25.11. 20 Uhr