Raimund Hoghe
TANZGESCHICHTEN

  • Koproduktion Deutscher Produzentenpreis für Choreographie
  • Performance
  • Fr 26.09.03 20 Uhr
  • Sa 27.09.03 20 Uhr

Tanzgeschichten hat Raimund Hoghe als Titel für seine Produzentenpreis-Produktion gewählt und damit auch das Thema des Stücks umrissen: Geschichten vom Tanz, Geschichten von Tänzern und ihren Erinnerungen an die eigene Tanzgeschichte und die Spuren, die sich im Körper spiegeln. Wie alle Arbeiten Hoghes werden auch die ›Tanzgeschichten‹ nicht nach einem vorher festgelegten Konzept realisiert, sondern erst in den Proben und mit den Tänzern geschaffen. Eingeladen in seine formal strenge Bühnenwelt hat Raimund Hoghe die Italienerin Ornella Balestra, die in den siebziger Jahren an der Royal Academy in London Tanz studierte und später als Solistin und Primaballerina bei Maurice Béjart tanzte, den in Wuppertal lebenden Brasilianer Geraldo Si, der von Ende der achtziger bis Anfang der neunziger Jahre bei Pina Bausch tanzte und für den Raimund Hoghe 1995 ›Geraldo's Solo‹ erarbeitet hat, und den jungen Belgier Lorenzo De Brabandere, den er bei seiner Arbeit an ›Young People, Old Voices‹ entdeckte. Fortgesetzt wird auch Hoghes Zusammenarbeit mit dem bildenden Künstler Luca Giacomo Schulte, der seit mehr als zehn Jahren mit Hoghe arbeitet. Um die sehr verschiedenen Biographien und Tanzgeschichten intensiver erforschen zu können, wird Raimund Hoghe zunächst einzeln mit den Tänzern arbeiten und erst in einer zweiten Phase die unterschiedlichen Persönlichkeiten zusammenführen und mit ihnen eine sehr persönliche Tanzgeschichte erzählen. Einen besonderen Akzent werden die Aufführungen durch den Auftritt eines Gastes erhalten: In den Vorstellungen wird jeweils ein Tänzer, Choreograph oder Musiker als Gast auftreten. In Essen wird der Choreograph und Performer Philipp Gehmacher seine ›Tanzgeschichten‹ beisteuern.

»Raimund Hoghes Stücke sind Kommentare zu den Entwicklungen unserer Zeit. Sie führen durch Vergangenheit und Gegenwart und geben Gelegenheit, eigene Positionen neu zu bestimmen. Ohne Sentimentalität thematisiert er Abweichungen von der Norm und die Reaktion der Gesellschaft darauf. aus der Begründung der Jury.«

Konzept, Inszenierung, Choreographie: Raimund Hoghe
Künstlerische Mitarbeit: Luca Giacomo Schulte
Tanz: Raimund Hoghe, Ornella Balestra, Lorenzo De Barabandere, Geraldo Si Loureiro, N.N.
Licht: Raimund Hoghe, Johannes Sundrup
Ton: Patrick Buret
Musik: Greta Keller, Lucienne Boyer, Bobby Solo, Johnny Cash, Alberta Hunter,
Jimmy Scott, Leonhard Bernstein, Gustav Mahler, Peter Tschaikowsky u. a.

Produktion: Akademie der Künste, Berlin Hebbel-Theater, Berlin TanzWerkstatt, Berlin Tanzhaus NRW, Düsseldorf PACT Zollverein/Choreographisches Zentrum NRW, Essen Künstlerhaus MOUSONTURM, Frankfurt a.M. Stadttheater Fürth TANZtheater INTERNATIONAL, Hannover euro-scene Leipzig Theater im Pfalzbau, Ludwigshafen JOINT ADVENTURES, München,Kulturreferat der Stadt München Muffathalle, München Tafelhalle Nürnberg Teo Otto Theater der Stadt Remscheid
Mit Unterstützung vom: Theater im Pumpenhaus, Münster Kaaitheater, Brüssel Het Net, Brügge

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