Eva Meyer-Keller
›Living Matters‹

  • Fr 15.11.19 20 Uhr
  • Sa 16.11.19 20 Uhr

FR, 15.11.
19.30 Uhr
Einführung & Launch des Artist Zine ›Living Matters‹

SA, 16.11.
Gespräch mit Eva Meyer-Keller
Im Anschluss an die Vorstellung

SA, 16.11. 16 Uhr
PACTPaket für Studierende #2
Mit Emilia Schlosser

VVK 12 € / erm. 7 €
AK 15 € / erm 9 €
inkl. VRR-Ticket

Tickets 15.11. Tickets 16.11.

Life is. Life ends. Life is living with loose ends. Life is when it falls apart. Life is trying to hold your shit together. Life starts with a separation. Life. Lie. Link. Ink. Add water.

Aus der Perspektive der Zellbiologie basiert jedes lebendige Wachstum auf dem Prozess der Mitose: In fünf Phasen choreographiert sie in der Kern- und Zellteilung die Bewegungen von Hunderten von Proteinen. Dabei führen kleinste Abweichungen zu der auch im Labor dramatischen Unterscheidung zwischen geregelter Erneuerung und bösartigem Wuchern. 
In ›Living Matters‹ treffen sich organische und anorganische Körper und Stoffe, reagieren auf- und miteinander. Nach ihrer Beschäftigung mit Modellen aus der Physik in ›Some Significance‹, 2017 uraugeführt bei PACT, experimentiert Eva Meyer-Keller im zweiten Teil einer Trilogie mit dem Apparatus der Molekularbiologie. Sie kontaminiert seine klinischen Prozeduren mit den Spuren existenzieller Krisen. Praktiken und Grundannahmen aus dem Alltag und Repertoire der Zellforschung werden in einer Umgebung zwischen Werkstatt und Müllhalde, Labor und Landschaft kultiviert. Die vier Performerinnen arbeiten sich unermüdlich durch eine nicht enden wollende Kette von Handlungen des Teilens und Vermehrens, des Arrangierens und Sich-Arrangierens. Statt einer Ordnung der Dinge rückt das Ordnen der Dinge in den Blick: ‚Leben‘ als biologisches Prinzip, das durch schematische Prozesse des Markierens, Klassifizierens unter dem Mikroskop überhaupt erst Gestalt annimmt, und Leben als unübersichtliche, undurchsichtige, eben: gelebte Überforderung überlagern sich. 

Gibt es eine Möglichkeit der Orientierung, die sich nicht von vornherein über die Dinge erhebt? Und liegt in dem störrischen Beharren auf dem ›Immer-wieder-Tun‹ nicht letztlich auch die Möglichkeit, ‚Realitäten‘ anders zu erzählen? 

Konzept & Performance: Eva Meyer-Keller Ko-Kreation & Performance: Tamara Saphir, Annegret Schalke, Agata Siniarska Musik: Rico Lee Dramaturgische Zusammenarbeit: Constanze Schellow Assistenz: Emilia Schlosser  Recherchepartnerin: Ilya Noé Kostüm & Requisite: Sara Wendt Wissenschaftliche Forschung: Simone Reber und Forschungsteam, Licht: Annegret Schalke Technische Leitung: Björn Stegmann Produktion: Ann-Christin Görtz Koproduktion: PACT Zollverein (Essen), Sophiensæle (Berlin) Gefördert durch: Hauptstadtkulturfonds Unterstützt durch: Kunstencentrum BUDA

Eva Meyer-Keller über ›Living Matters‹

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