Kötter/Israel/Limberg
Gold & Coal

  • aus der Reihe: ›landscapes and bodies‹
  • Performance / Begehbarer Parcours
  • Fr. 06.11.20 19 Uhr – 23 Uhr
  • Sa. 07.11.20 18 Uhr – 22 Uhr
  • So. 08.11.20 16 Uhr – 20 Uhr

AK 15 € / erm. 9 €

Dauer der Performance:
ca. 1 Stunde 50 Minuten

Bei der Reservierung können Sie angeben, wann Sie die Performance beginnen möchten. Wir weisen Ihnen im Anschluss ein individuelles Zeitfenster nach Verfügbarkeit zu.

Aktuell sind keine Reservierungen möglich

Im Ruhrgebiet, in der Braunkohleregion um Leipzig oder den Kupfer- und Goldminen Westpapuas: weltweit geht und ging der Abbau von unterirdischen Rohstoffen mit drastischen politischen, ökologischen und sozialen Auswirkungen einher. Das Performanceprojekt ›landscapes and bodies‹ von Daniel Kötter, Sarah Israel und Elisa Limberg in Kollaboration mit Minenarbeiter*innen Musiker*innen, Performer*innen und Theoretiker*innen zeigt in vier Fallstudien, wie gravierend der Ressourcenabbau die Lebensverhältnisse einzelner Menschen und ganzer Völker veränderte. Die beiden Kapitel ›Gold & Coal‹ führen die Besucher*innen in einem immersiven Performance-Parkour nach Timika und Leipzig.

Eine der größten Gold- und Kupferminen befindet sich in Timika, Indonesien: der Grasberg, ein indigenes Heiligtum, ist durchzogen von tausenden Kilometern Schächten und Tunneln – bewirtschaftet durch den amerikanischen Konzern Freeport-McMoRan, bewacht und abgeschottet durch das indonesische Militär. An den Rändern der Industrielandschaft suchen im quecksilberbelasteten Abraum über 19.000 indonesische Goldwäscher nach ihrem Teil des Wohlstands. Über 12.000 Kilometer entfernt, ist in Leipzig die Braunkohleförderung Vergangenheit und Gegenwart. Durch Renaturierung geschlossener Gruben entstanden Naherholungsgebiete und begehrte Wohnlagen. Längst sind die gesundheitlichen wie ökologischen Spätfolgen des Bergbaus bekannt, dennoch wurden weitere Förderkonzessionen vergeben. Kötter / Israel / Limberg verdichten die Geschichten beider Orte zu einer parallelen Erzählung, die die Besucher*innen gemeinsam mit dem Experimentalmusiker Ikbal Lubys, dem Performer Darlane Litaay, der Aktivistin Agustina Helena Kobogau, der bildenden Künstlerin Anna Zett und dem Choreographen und Tänzer Hermann Heisig als räumliche Erfahrung erleben. 

COVID-Info: Die Produktion ›Gold & Coal‹ finden in Form eines begehbaren Parcours durch eine Abfolge mehrerer kleiner Räume statt. Jedes Zeitfenster kann von maximal 5 Personen gebucht werden – die Anmeldung ist sowohl für geschlossene Kleingruppen, als auch für Einzelpersonen aus verschiedenen Haushalten möglich. Da der Mindestabstand innerhalb der Gruppen nicht jederzeit gewährleistet werden kann, stellt PACT Besucher*innen am Einlass FFP2-Masken zur Verfügung. Das Tragen der Masken während des gesamten Besuches ist obligatorisch. Eine Kontaktnachverfolgung erfolgt durch das Ticketing. Weitere Schutzmaßnahmen umfassen die regelmäßige Desinfektion von Requisiten und das Belüften der Vorstellungsräume. Die Performer*innen werden im Vorfeld der Vorstellungen auf Covid-19 getestet.

Dramaturgie: Sarah Israel Film, Video: Daniel Kötter Raum: Elisa Limberg Von und mit: Hermann Heisig, Agustina Helena Kobogau, Darlane Litaay, Ikbal Lubys, Anna Zett Ton: Marcin Lenarczyk Produktionsmitarbeit: Melanie Albrecht Location Manager: Yonri Revolt Produktion Indonesien: Ethnictro (Java) Produktion: ehrliche arbeit – freies Kulturbüro mit Leoni Grützmacher.

Das Team dankt allen Interviewpartner*innen in West Papua/Indonesien und im Leipziger Neuseenland für ihre Zeit und Unterstützung.

Produktion: Kötter / Israel / Limberg Koproduktion mit Residenz Schauspiel Leipzig, PACT Zollverein (Essen), Ethnictro (Java)

Gefördert im Fonds Doppelpass der Kulturstiftung des Bundes und mit Unterstützung des Internationalen Koproduktionsfonds des Goethe-Instituts.

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