ATELIER No. 71

Plattform für neue Kunst und Choreographie

Termine:

Fr 05.12.25

19:00

Barrierefreiheit vor Ort

All Genders WC
Assistenzhund willkommen
Barrierefreier Zugang
Rückzugsort
Weitere Hinweise zur Barrierefreiheit
Eine Performance-Situation bei PACT Zollverein: Zwei Performer*innen, jeweils weiß gekleidet stehen auf der linken Seite des Raums, der pink-lila beleuchtet wird und halten weiße Stoffbahnen in der Hand, die oben an der gegenüberliegenden Wand angebracht sind. Das Publikum steht vor den Wänden.

Foto: Dirk Rose

Regelmäßig sind Künstler*innen aus allen Bereichen und Disziplinen eingeladen, ihre aktuellen Projekte im Rahmen des ›ATELIER – Plattform für Neue Kunst und Choreographie‹ bei PACT zu zeigen. Nach einem Open Call ohne thematische oder mediale Vorgaben werden für jede ATELIER-Ausgabe Arbeiten in unterschiedlichen Entwicklungsphasen ausgewählt – von ersten Try-Outs bis zu fertigen Werken. Diese sind einen Abend lang in überraschender Zusammenstellung in allen Räumen der ehemaligen Waschkaue zu sehen – das Publikum kann bis in den späten Abend hinein ein vielfältiges Programm erleben. Auch beim ›ATELIER No. 71‹ gibt es wieder künstlerische Beiträge aus verschiedenen Genres wie Performance, Tanz, Musik, Installation oder Medienkunst.

Isabelle Edi, Iris Omari Ansong und Cherella Gessel verweben in ›when the broken glass glitters‹ ihre Praktiken aus Tanz, Klang, Video, Kostüm und Performance zu einer interdisziplinären Erkundung afro-diasporischer Erinnerung.

Chloe Chignell übersetzt in ihrer Performance ›SUN CUT: a lover’s dictionary‹ die Einträge in Monique Wittigs & Sandie Zeigs ›Lesbian Peoples: Materials for a Dictionary‹ (als Lexikon mit 366 Gesten) in verkörperte Scores.

Dominique Tegho dekonstruiert mit Anthony Nakhlé in der Performance ›the intimacy of collision‹ levantinische Tänze wie Dabke und Baladi und bringt orientalistische Vorstellungen vom tanzenden Körper ins Wanken.

Silke Schönfeld erzählt in ihrem Kurzfilm ›Die Unvorzeigbarkeit dessen, was nie hätte geschehen sollen‹ die Geschichte von zwei Schwestern, die sich auf eine aufwühlende Reise in ihre Kindheit begeben, um Kontinuitäten nationalsozialistischer Erziehungsideale nachzuspüren.

In der Lecture Performance ›Brews, Bubbles, Broths, and Much, Much More‹ befasst sich Xiaoji Song am Beispiel von migrantisierten Arbeiter*innen im Gastgewerbesektor im Ruhrgebiet u. a. mit unsichtbarer Arbeit, kolonialen Kontinuitäten und dem globalen Kapitalismus.


Maria F. Scaroni zeigt mit der Durational Performance ›Unsex Me Here‹ den Work in Progress der Arbeit, in der trans Femmes auf Hebammen treffen, Frauen in der Perimenopause zu wahrhaft königlichen Bitches werden und stimmlos gemachte Königinnen sich Gehör verschaffen.

Ariel Efraim Ashbel and friends setzen sich in ihrer Lecture Performance ›SOS – a research‹ mit den Traditionen jüdischer Künstler*innen mizrachischer Herkunft und Jacqueline Kahanoffs Idee des Levantinismus als dramaturgisches Konzept auseinander.


Programm

TRAFOHAUS 

19:00 - 23:00 Uhr 
Silke Schönfeld 
Die Unvorzeigbarkeit dessen, was nie hätte geschehen sollen 
Filmscreening (30-minütiger Loop) / Installation


GROßE BÜHNE

19:30 - 19:45 Uhr 
Dominique Tegho mit Anthony Nakhlé
the intimacy of collision 
Tanz / Performance

22:00 - 22:15 Uhr 
Ariel Efraim Ashbel and friends 
SOS - a research 
Lecture Performance 


STUDIO 3 

20:00 - 20:20 Uhr 
Isabelle Edi, Iris Omari Ansong, Cherella Gessel 
when broken glass glitters 
Performance


STUDIO 2

20:30 - 22:00 Uhr 
Maria F. Scaroni 
Unsex Me Here 
Installation / Performance / Tanz


STUDIO 1 

21:00 - 21:15 Uhr 
Xiaoji Song 
Brews, Bubbles, Broths, and Much, Much More
Performance / Lecture


KLEINE BÜHNE

21:30 - 22:15 Uhr 
Chloe Chignell 
SUN CUT: a lover’s dictionary 
Performance / Tanz