Nachhaltigkeit bei PACT

Halde der Zeche Zollverein
Photo: Dirk Rose

Die drastischen globalen Auswirkungen des Klimawandels fordern ein entschlossenes Handeln – auf individueller ebenso wie auf sozialer, politischer und institutioneller Ebene. Mit dem 1,5-Grad-Ziel des Pariser Abkommens, ebenso wie mit den 17 Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen wurden auf politischer Ebene international bindende Vorsätze formuliert. Die Verantwortung für eine nachhaltige, kollektive und vielfältige Gestaltung für gemeinschaftliche Zukunftsentwürfe entsteht für PACT überdies aus dem historischen Erbe der Montanindustrie und deren Auswirkungen auf unsere Umwelt und Gesellschaft.

Das schließt eine institutionelle Verantwortung für ökologisches Handeln mit ein, welches auch mit der eigenen Gründungsgeschichte verwoben ist: Neben der ökonomischen und ökologischen Transformation und Renaturierung der Emscher Region im nördlichen Ruhrgebiet wurde im Rahmen der IBA Emscher Park (1989-1999) auch der Grundstein zur Umwandlung von Industriedenkmälern in Kulturträger gelegt. Die dort bereits initiierten ökologischen und nachhaltigen Leitgedanken für neue Formen der sozialen und kulturellen Teilhabe führt PACT institutionell und programmatisch weiter.

Als Ort der Zusammenkunft und des Austauschs arbeitet PACT gemeinsam mit der WerkStadt, dem eigens gegründeten Begegnungsort im Stadtteil, aktiv an Prozessen kultureller, gesellschaftlicher und ökologischer Transformation und Teilhabe. Dabei sieht PACT seinen Auftrag in einer substantiellen Entwicklung neuer Modelle für eine zunehmend komplexe Gegenwart und eine nachhaltiger gestaltete Zukunft.

Nachhaltigkeit

PACT Zollverein verpflichtet sich zur Ressourcenschonung und CO2-Einsparung in allen Bereichen. In seiner inhaltlichen Ausrichtung widmet sich PACT seit Jahren verstärkt der Reflektion über ökologische und nachhaltige Fragestellungen und macht es in Performances, Diskursformaten und Workshops für das Publikum sichtbar. Durch die Sanierung des Hauses mithilfe des Bundeskulturförderprogramms ›Investitionen in national bedeutsame Kultureinrichtungen in Deutschland‹, sowie ressourcenschonende Produktionsmethoden streben wir kontinuierliche Verbesserungen an. Seit 2020 engagiert sich die interne Arbeitsgemeinschaft Nachhaltigkeit aktiv an der Entwicklung und Umsetzung gemeinsamer Nachhaltigkeitsziele. Zudem ist es uns ein Anliegen, das Programm, die Maßnahmen und Veränderungen für Künstler:innen, Kolleg:innen, externe Partner:innen und Gäst:innen transparent und nachvollziehbar zu machen. Sie alle sind eingeladen, die Entwicklungen aktiv zu unterstützen und mit Ideen, Anregungen und Kritik zu begleiten.

Reisepolicy

Die im Bündnis zusammengeschlossenen sieben internationalen Produktionshäuser sind Orte der internationalen Kooperation, an denen sich Künstler:innen aus vielen Teilen der Welt begegnen und auf ein Publikum treffen. Diese Institutionen für alle – unabhängig von Herkunft, Geschlecht, sexueller Orientierung, Nationalität, Behinderung, Religion, Kultur, Aufenthaltsstatus, Alter, Klasse, Aussehen oder weiterer Zugehörigkeiten und Zuschreibungen – nachhaltig zu gestalten, verstehen wir als gesellschaftliche Aufgabe und Verpflichtung.

Der Programmatik der Produktionshäuser entsprechend, sind regelmäßig Reisen erforderlich.

Mit der Einführung einer gemeinsamen Reiserichtlinie gehen wir und die anderen Mitglieder des Bündnisses internationaler Produktionshäuser einen weiteren Schritt in Richtung umweltverträglicher Produktion und Präsentation der Künste.

Wir verpflichten uns, unsere Mitarbeiter:innen, unsere Kooperationspartner:innen sowie die künstlerischen, technischen und administrativen Produktionsteams zu bestärken, stets zu einer Kultur der Ressourcenschonung beizutragen.

Die Reisepolicy ist zu Beginn des Jahres 2024 in Kraft getreten und ist an dieser Stelle in voller Länge nachzulesen. 

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Nachhaltigkeitszertifizierung

Die Basis jeglichen Handelns bildet die Verpflichtung zur kontinuierlichen Verbesserung der Umweltleistung, zur Minimierung von Umweltbelastungen, zum Schutz der Umwelt sowie zur Einhaltung sämtlicher verbindlicher Verpflichtungen unseres Hauses. Um diese Entwicklungen transparent zu machen, werden zukünftig durch die Einführung des Umweltmanagementsystems EMAS (Eco-Management and Audit Scheme) EU-weite ökologische Standards in den Betriebsablauf implementiert. Ziel ist es, sämtliche Arbeitsbereiche sukzessive zu prüfen und stetig zu verbessern.