Forschungsfestival mit Residenzen / Talks / Workshops und öffentlichen Momenten

Aktuelle Einblicke in die Arbeit der 1/2/8 Forschungsresidenten gibt es in unserem Residency-BLOG: pact-zollverein.tumblr.com

Mit 1/2/8 lanciert PACT im Frühjahr 2017 ein auf mehrere Kapitel angelegtes Forschungs- und Entwicklungsformat mit besonderem Fokus auf der Verknüpfung von Wissen und Handeln. Das Format schafft erweiterte (Zeit-)Räume für eine Praxis der Kooperationen von Mensch, Ding, Raum, Technologie und Experiment.

Im Zentrum des ersten Kapitels steht die Frage nach Möglichkeiten der Abweichung: Wie können außerhalb oder innerhalb statischer bzw. mächtiger Ordnungs- und Denksysteme Neuordnungen vorgenommen werden? Wie können Alternativen gedacht, entwickelt und verknüpft werden? Welche Möglichkeits- und Handlungsräume haben und brauchen wir?

Im Mai 2017 laden wir dazu Künstler*innen, Wissenschaftler*innen, Journalist*innen und Expert*innen aus unterschiedlichen Disziplinen ein, um bei PACT zu arbeiten, sich auszutauschen und zu experimentieren. In Form stipendierter Residenzen werden so alle Bereiche des Hauses – Plattform, Künstlerhaus und öffentliches Programm – durchdrungen und gestaltet.

1/2/8 ›the system is uncertain‹ verbindet Einzelbegegnungen, Gruppendiskussionen, Projektpräsentationen, Bühnenperformances und weitere öffentliche Momente in einem mehrwöchigen, informellen Forschungsfestival.

 

Teilnehmer an 1/2/8 - The system is uncertain

The institute for new feeling
Das von Scott Andrew, Agnes Bolt und Nina Sarnelle gegründete Künstlerkollektiv The Institute for New Feeling hegt den Anspruch, neue Wege des Fühlens (und andersrum: Wege des sich-neu-Fühlens) zu entwickeln. Das Kollektiv hinterfragt und problematisiert konventionelle Kommunikation, indem es versucht, tradierte politische Kommunikation neu zu denken. Was bedeutet „Wahrheit“ heutzutage und wie ist es möglich, diese Wahrheit zu überprüfen? Das Forschungsgebiet der Gruppe ist das Außersprachliche: Mimik, Gesten und Bewegung.
 
Jens Heitjohann
Für seine künstlerische Recherche sammelt der Konzeptkünstler und Regisseur Jens Heitjohann  unverwirklichte Projekte der letzten Jahrzehnte. Ihn interessieren Auswirkungen, die nicht-realisierte Projekte haben und (in Bezug auf die Entwicklung von neuen Arbeiten) haben werden. In einem ersten Schritt bittet er Künstler*innen, ihm kurze Informationen zu ihren geplanten aber nicht-verwirklichten Projekten zu geben. Diese Ideen und Konzepte ordnet er neu, um die Ergebnisse schließlich in einer Kombination aus Ausstellung und Lecture Performance zu präsentieren.
 
pisze/mowi/robi
Dorota Walentynowicz and Karolina Majewska-Güde

Dorota Walentynowicz ist eine visuelle Künstlerin. Ihre Arbeiten bewegen sich zwischen Fotografie, Neuen Medien, Installation und Performance. Karolina Majewska-Güde ist freie Forscherin, Schriftstellerin und Kuratorin. In ihrem Forschungsprojekt  ›Infrastructures of Empathy‹ untersuchen die beiden Künstlerinnen Möglichkeiten der Erweiterung eines Kunstpublikums und denken über Begriffe wie ›Teilnahme‹, ›Wahrnehmung‹ und ›Entscheidung‹ nach. 
 
Jeremy Bolen
Der Fotograf und Künstler Jeremy Bolen interessiert sich für experimentelle Methoden der Dokumentation und Präsentation. In seinem Projekt ›Unresolved Energies‹ möchte er die langsame Gewalt von Energien, die noch immer in der Essener Umgebung nachklingt, dokumentieren, eine aggressive Gewalt, welche die Landschaft kontinuierlich und oftmals gewaltsam verändert. Indem er zeitgenössische, experimentelle fotografische Formen sowie disziplinübergreifende Methoden der Kollaboration verwendet, versucht er, sinnliche Möglichkeiten des Wahrnehmens zu sensibilisieren, um ein notwendiges Bewusstsein für das Nich-Sichtbare zu schaffen.
 
Walter Solon and Jorge Hermann Loureiro
Walter Solons und Jorge Hermann Loureiros Projekt ›Science Without Borders‹ ist eine Videoinstallation, welche die Erfahrungen eines brasilianischen IT-Praktikanten in dem Deutschen Unternehmen Bayer portraitiert. Geplant ist eine Lecture Performance, in die auch andere Künstler *innen und Forscher*innen eingebunden sein sollen. Zusätzlich sollen neue skulpturale Bestandteile der Installation entwickelt und produziert werden.
 

 

 

Dauerveranstaltung: 
Keine Dauerveranstaltung

Programm

Fr 12.05.17 20:00 Uhr
Sa 13.05.17 20:00 Uhr
Isabelle Schad
Tanz/Performance
Sa 27.05.17 20:00 Uhr
Flora Détraz
Sound Dance

Ein Projekt im Rahmen des Bündnisses inter­nationaler Produktionshäuser, gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien

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