»Die verbotene Welt  um Zvizdal und seine Landschaft ist wunderschön – ebenso wie dieses Meisterwerk von BERLIN.« 

the argus

 

»Ausgestattet mit Kameras, Interview­techniken, Schneidepult und Schauspielern, porträtieren BERLIN die Realität wie ein Maler es früher tat: Mit ein wenig mehr Farbe, lebendigen Einstellungen und einer Pinselführung, die einen kritischen Unterton verrät.«

knack focus

 

Bart Baele und Yves Degryse alias BERLIN kreieren komplexe multimediale Doku-Video-Performances, die europaweit bei großen Festivals und Theatern gezeigt werden. 2016, 30 Jahre nach dem Reaktorunglück von Tschernobyl, präsentieren sie ihre neue Produktion ›Zvizdal - [Chernobyl - So far so close]‹ in Zusammenarbeit mit der französischen Journalistin Cathy Blisson. Im kleinen Ort ›Zvizdal‹, in der seit Dekaden menschenleeren Todeszone gelegen, treffen sie auf ein altes Ehepaar: Pétro und Nadia, beide weit über 80, verweigerten nach dem Nuklearunglück 1986 die Evakuierung und blieben in ihrem Heimatdorf zurück – einer Geisterstadt ohne Nachbarn oder Freunde, ohne Strom, Telefone oder Geschäfte. Wie gehen zwei Menschen jahrzehntelang mit dieser Isolation um? Was geschieht, wenn sie immer gebrechlicher werden und einer der beiden stirbt? Fünf Jahre lang begleiten BERLIN Pétro und Nadia durch Zahnschmerzen, Vodka, Aberglaube, Gesang und Gebet: Jenseits jedes Voyeurismus‘ ist ›Zvizdal - [Chernobyl - So far so close]‹, das im Mai beim renommierten Kunstenfestivaldesarts in Brüssel mit großem Erfolg uraufgeführt wurde, ein intensives Portrait über Einsamkeit, Überleben und über die Liebe zweier alter Menschen inmitten von wilden Wäldern und der farblosen, geruchlosen und doch allgegenwärtigen Strahlung.
Mit ›Zvizdal - [Chernobyl - So far so close]‹ entsteht ein Abend zwischen Video-Dokumentation und Performance: Inmitten des komplexen Leinwand-Set-Ups entsteht auch ein maßstabsgetreues Modell des Lebensraums von Nadia und Pétro. Immer wieder werden die Miniatur-Nachbauten in das filmische Geschehen auf den Screens mit einbezogen - in den sich überlagernden Bildern verweben BERLIN mit leichter Hand Film, Gespräch, Beobachtung,  Reales und Metaebene zu einem dichten multimedialen Erlebnis für den Betrachter.
Nach der Deutschlandpremiere in Essen reist die Produktion nach Berlin weiter, wo ›Zvizdal‹ beim Festival Foreign Affairs im Rahmen der Berliner Festspiele gezeigt wird.

KÜNSTLERGESPRÄCH mit Bart Baele von BERLIN am Freitag, 1.7., im Anschluss an die Vorstellung.

FUSSBALLSCHAUEN: Wir zeigen das EM-Viertelfinale Deutschland gegen Italien am 2.7. im Anschluss an die Vorstellung gegen 21.15 Uhr.

Dauerveranstaltung: 
Keine Dauerveranstaltung

BERLIN (BE)

Mit einer Mischung aus dokumentarischer Performance und Video­installation haben Bart Baele und Yves Degryse, die Köpfe des Antwerpener Künstlerkollektivs BERLIN, eine eigene filmische Theatersprache entwickelt, die sich mit verschiedenen künstlerischen Sparten und akademischen Disziplinen vernetzt, um komplexen Realitäten nachzuspüren. Seit 2003 porträtieren BERLIN in ihrem Filmzyklus ›Holocene‹ Städte und Regionen – bisher Jerusalem, Iqaluit (Alaska), Bonanza (USA) und Moskau. mehr…

Mit: Nadia & Petro Opanassovitch Lubenoc
Konzept: Bart Baele, Yves Degryse, Cathy Blisson
Szenographie: Manu Siebens, Ina Peeters, BERLIN
Interviews: Yves Degryse, Cathy Blisson
Kamera, Schnitt: Bart Baele, Geert De Vleesschauwer
Tonaufnahmen: Toon Meuris, Bas de Caluwé, Manu Siebens, Karel Verstreken
Dolmetscherin: Olga Mitronina
Soundtrack, Tonmischung: Peter Van Laerhoven
Bausatz: Manu Siebens, Klaartje Vermeulen, Dirk Stevens, Kasper Siebens, Kopspel, Rex Tee
Mechanik: Joris Festjens, Dirk Lauwers
Maßstabgetreue Modellbauten: Ina Peeters, mit der Hilfe von Puck Vonk, Rosa Fens und Thomas Dreezen
Grafik: Jelle Verryckt
Webseite: Stijn Bonjean
Kommunikation, Produktion: Laura Fierens
Geschäftsführung: Kurt Lannoye
Administration: Jane Seynaeve
Koproduktion: Het Zuidelijk Toneel (Tilburg), PACT Zollverein (Essen), Dublin Theatre Festival, CENTQUATRE (Paris), Kunstenfestivaldesarts (Brüssel), BIT Teatergarasjen (Bergen), Künstlerhaus Mousonturm (Frankfurt am Main), Theaterfestival Boulevard (Den Bosch), Onassis Cultural Centre (Athen) Zusammenarbeit: deSingel (Antwerpen) Unterstützung von: Flämische Regierung

www.berlinberlin.be

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