Paul Plamper (DE)

Hörinstallation / Eine Veranstaltung der Ruhrtriennale

Deutsch und französisch mit deutschen, englischen und französischen Übertiteln.

Dienstbare Geister erzählt von zwei gegenläufigen Migrationsbewegungen: 1905 verlässt eine mittellose junge Frau Berlin und wandert in die deutsche Kolonie Kamerun aus. Ihr sozialer Aufstieg geschieht auf Kosten der einheimischen Nachbarn und Bediensteten, die beharrlich und vergeblich Widerstand gegen die Deutschen leisten – unter anderem gegen Landraub und Zwang zur Arbeit mit der Peitsche.
 
2015 bricht ein junger Mann aus Kamerun Richtung Deutschland auf. Er sieht für sich keine Alternative zum reichen Europa. Durch beharrliche Selbstausbeutung erkämpft er sich in Berlin schließlich eine feste Stelle. Zunehmend verliert er die Verbindung zu seiner Heimat. Aber eines Tages soll er seiner Chefin einen Dienst erweisen und gegen seinen Willen einen Auftrag in Kamerun übernehmen.
 
Europas Kolonialgewalt und die Folgen als Parallelmontage. Die Geschichten werden zeitgleich in zwei nebeneinander liegenden Räumen erzählt. Das Publikum teilt sich und wechselt nach dem ersten Durchlauf den Raum, um die andere Zeitebene zu hören. Der jeweilige Nebenraum macht sich immer wieder akustisch bemerkbar. Die Kolonialzeit greift wie ein Poltergeist ins Heute, umgekehrt hört man in der Kolonialgeschichte Vorboten einer Zukunft, die an heute erinnert.

Dauerveranstaltung: 
Keine Dauerveranstaltung

15,- € Ermäßigung: 7,50 €
Erhältlich über den VVK der Ruhrtriennale
+49 (0)221-280 210 oder www.ruhrtriennale.de

Mit: Sandra Hüller, Olivier Djommou u.a.
Konzept, Buch, Regie, Schnitt: Paul Plamper
Mitarbeit Konzept, Recherche, Kolonialfassung, Raum: Jelka Plate
Dramaturgische Beratung, Mitarbeit Casting: Richard Djif, Péguy Takou Ndie
Ton, Sounddesign: Titus Maderlechner
Casting: Elise Graton
Produktionsleitung: Christine Nicod
Regieassistenz, Schnitt: Elena Zieser, Hans Broich-Wuttke
Dramaturgie WDR: Martina Müller-Wallraf
 
Produktion: WDR Hörspiel Koproduktion: Bayerischer Rundfunk, Deutschlandradio Kultur, Mitteldeutscher Rundfunk, Ruhrtriennale, Maxim Gorki Theater (Berlin). Gefördert durch: Film- und Medienstiftung NRW.

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