Förderer

tanzplan essen 2010 wird von Tanzplan Deutschland gefördert. Tanzplan Deutschland ist eine Initiative der Kulturstiftung des Bundes.

 

Das Lernlabor in drei Modulen

EXPLORATIONEN


Auf dem Symposium EXPLORATIONEN befragen Interessierte, Experten und Neugierige in intensiver Interaktion spielerisch, profunde und ergebnisoffen das Lernen in künstlerischen Kontexten.


Agora


AGORA bündelt als transdisziplinäres Austauschprogramm Kompetenzen aus verschiedenen Ländern und Disziplinen und schafft jenseits des Hochschulbetriebs einen konzentrierten Arbeitsraum.

Werkwochen


Ein zentrales Instrument zur praktischen Erprobung von Kooperation bilden die Werkwochen, in denen die kollaborierenden Institutionen sich gegenseitig neue Perspektiven eröffnen.


Über tanzplan essen 2010

Als die Kulturstiftung des Bundes 2005 die Initiative Tanzplan Deutschland startete, ging es ihr darum, dem Tanz eine höhere Sichtbarkeit zu verleihen und seine Position in Öffentlichkeit und Kulturpolitik zu stärken. Mit dem ›Tanzplan vor Ort‹, neben den Ausbildungsprojekten Schwerpunkt des Programms, wurde daraufhin eine dezentrale Struktur geschaffen, die es ermöglichte, auf bestehenden Ressourcen aufzubauen und die vitale Verknüpfung einer regionalen Tanzszene voranzutreiben. Stadt und Region Essen zeichneten sich in dieser Hinsicht bereits seit langer Zeit durch ein dichtes Netz unterschiedlicher Kompetenzen und Interessen an Tanz und Tanzausbildung aus. Die Anfänge von tanzplan essen 2010 fielen in eine Zeit, als man nicht nur infolge der PISA-Ergebnisse allenthalben anfing, über Veränderungen im nationalen Bildungssystem nachzudenken, sondern Lernen in vielen Feldern eine bis dato ungekannte Einordnung erfuhr. Die Suche nach Verknüpfungen zwischen 
verschiedenen Disziplinen, die damit notwendigen Problematisierungen, der Erfahrungstransfer und die Reibungsflächen zwischen Künsten, Technologien und Wissenschaften rückte erneut in das Zentrum der Aufmerksamkeit.

Wir haben diese Diskussion zum Anlass genommen uns zu fragen, wovon wir eigentlich reden wenn wir vom Lernen reden. Wenn es augenscheinlich angesichts zunehmend komplexerer Lebenswelten nicht mehr ausreicht, sich auf die bloße Weitergabe von Wissen zu verlassen, ist es an der Zeit, sich auf die Bedingungen der Wissensvermittlung zu konzentrieren. Anstatt zu vereinfachen, schien uns die notwendige kulturelle Strategie, die der »Thematisierung und Problematisierung« (Bazon Brock) zu sein. Es gilt daher, die Prozesse des Lernens selbst besser zu verstehen und beweglicher zu machen, damit, wie Franz Anton Cramer es so treffend formulierte, das Wissen und der Umgang mit Gewusstem selbst zu einem Handeln und Gestalten wird.

Handlungsfähig bleiben wir jedoch nur, wenn wir diesen Prozess als ein komplexes Zusammenspiel verschiedener Institutionen und Akteure begreifen, in welchem man das liebgewonnene Wohnzimmer der eigenen Disziplin verlässt und fremden Aussageansprüchen in »freundschaftlichem Zuhören« (Gesa Ziemer) verbunden ist. Kunst kann dabei eine entscheidende Rolle einnehmen, da sie sich seit jeher um die produktive Balance zwischen dem Chaotischen, Irrationalen und Kontrafaktischen und der Fähigkeit, 
genau damit umzugehen, bemüht.

Entstanden ist in den vergangenen Jahren ein Geflecht, das höchst divergierende Traditionen und Ressourcen gebündelt und in Bewegung gebracht hat. Mit tanzplan essen 2010 haben wir ganz bewusst unsicheres Terrain beschritten im Wissen darum, dass es gerade die Zumutung von Differenzen, Kollisionen und Widerständen ist, die neue Entwürfe für Lernen und Lehre im und durch die Performativen Künste treibt.

Mit den drei Modulen EXPLORATIONEN, AGORA und WERKWOCHEN haben wir außerinstitutionelle Austauschforen geschaffen, die diesem Umstand Rechnung tragen. In ihnen wurden mit Enthusiasmus und Neugier wichtige Kenntnisse aus den verschiedenen akademischen und wissenschaftlichen Disziplinen mit denen künstlerischer Arbeitsweisen verknüpft. Neue Formen des Lernens wurden gleichzeitig reflektiert, erprobt und angewendet.

Das vorliegende Journal überfliegt 5 Jahre Arbeit und 20 Projekte von tanzplan essen 2010, verweilt kurz bei einem der vielen intensiven Momente, springt zum nächsten, entzündet eine Idee und spielt mit den unterschiedlichsten Gedanken und Erkenntnissen, die wir während unseres lustvollen Umgangs mit der Frage nach dem Lernen und der Lehre gesammelt haben. Wir hoffen, Ihnen damit genügend Anreize zu bieten, sich weiter und intensiver mit den Themen und Projekten von tanzplan essen 2010 zu beschäftigen.

Weitere Informationen finden Sie unter:
www.tanzplan-essen-2010.de


 

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